Iran Teil 1 – „Hast du Isfahan gesehen, so hast du die halbe Welt gesehen“

Nadine Mathis Experience 0 Kommentare

Prächtige Moscheen, imposante Felsengräber, karge Wüsten, fruchtbare Täler, fast unbewohnte Bergregionen, Millionenmetropolen wie Teheran. Iran ein Land voller Kontraste, welches den Besucher in seinen Bann zieht.

Ich war im Mai 1 Woche im Iran und bin in einer Gruppe von Shiraz (im Süden von Iran) bis nach Teheran gereist. 1‘350 km haben wir zurückgelegt und jederzeit eine unglaublich grosse Gastfreundschaft gespürt. Salam! Im Iran wird man von jedem herzlich begrüsst! Ich verrate Ihnen die Highlights meiner Reise, denn ich schwelge noch immer in wunderschönen Erinnerungen.

Auf geht’s – tauchen wir ein, in die Kultur Persiens.

Iran

Die Shah Moschee in Isfahan

 Shiraz

Unsere Reise beginnt in Shiraz – der Stadt der Rosen. Die Iraner sind sehr weltoffen und kontaktfreudig. Mit „Hi, how are you?“ wurde ich schon am ersten Tag begrüsst. Shiraz ist für seine Gartenkultur bekannt, wird oft auch der Garten Irans genannt. Ich empfehle Ihnen, 2 ganze Tage einzuplanen, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Nehmen Sie sich auch Zeit die eindrücklichen Mausoleen, der zwei berühmtesten Dichter Persiens Hafis und Saadi, zu besichtigen. Zudem ist der Orangengarten Bagh-e Narandschestan, die Freitagsmoschee und die Zitadelle des Karim Khan einen Besuch wert. Die Zitadelle, gleicht einer mittelalterlichen Festung, heute beherbergt sie ein Museum.

Persepolis

Nach 60 km Fahrt in einem luxuriösen, klimatisierten Reisebus erreichen wir Persepolis (UNESCO-Weltkulturerbe), einst prachtvolle Residenz, der altpersischen Grosskönige. Hier können Sie archäologische Prunkstücke bestaunen. Die Palaststadt wurde 330 v. Chr. durch Alexander den Grossen zerstört, die (teils wieder aufgebauten) Reste können besichtigt werden.

 

Die Palaststadt Persepolis

Die Palaststadt Persepolis

 Isfahan

Beim Betrachten der Kulisse Isfahans, mit ihren türkisblauen Kuppeln, fühlt man sich wie im Märchen von 1001 Nacht. Isfahan liegt in einer Flussoase im fruchtbaren Tal des Flusses Zayandeh Rud, am Rande des Zagrosgebirges. Ein persisches Sprichtwort lautet: „Hast du Isfahan gesehen, so hast du die halbe Welt gesehen“.

Unter allen Sehenswürdigkeiten für mich das absolute Highlight der Stadt: Der Imam-Platz (UNESCO-Weltkulturerbe) . Ein Schmuckstück, welcher über 500 m lang ist und von doppelstöckigen Arkaden umfasst ist. An jeder Ecke ist er mit einem Gebäude (Freitagsmoschee, Basar, Palast) geschmückt. Der Vierzig Säulen Palast „Tschehel Sotun“, welcher inmitten einer wunderschönen Gartenanlage liegt. Weiter finden Sie in Isfahan unzählige Brücken, Kathedralen und prunkvolle Moscheen.

 

Der Imam Platz der zu den grössten Plätze der Welt gehört

Der Imam Platz gehört zu den grössten Plätzen der Welt

Zagros-Gebirge bei den Bakhtiari-Nomaden

Der höchste Berg im Zagros-Gebirge ist 4550 m hoch. Die Landschaft mit den Schneebergen hat mich sehr an die Schweiz erinnert. Die Bakhtiari-Nomaden brechen im Frühling und Herbst jeweils mit ihrem Hab und Gut und den Schaf- und Ziegen-Herden auf zu neuen Weideplätzen. Eine Tradition, die seit Jahrhunderten beibehalten wurde.

Qom – die heilige Stadt

Die Stadt hat über 1 Mio. Einwohner. Der Schrein der Fatima Masuma (Moschee) ist nach Maschhad der zweitwichtigste schiitische Wallfahrtsort im Iran. Die eindrückliche Moschee hat insgesamt drei Kuppeln (eine davon, die goldene Kuppel, ist schon von weit her sichtbar) und sechs Minarette. Geniessen Sie die Ruhe an diesem wunderbaren Ort.

Teheran

Der letzte Stop auf unserer Reise führte uns nach Teheran. Die Haupstadt, welche zu Füssen schneebedeckter Viertausender liegt – ist heute eine moderne Metropole. Die Industrie- und Handelsstadt mit Universitäten und unzähligen Museen ist ein bedeutendes Wirtschaftszentrum.

Teheran

Ein Haus in der Hauptstadt Teheran

Unzählige Sehenswürdigkeiten erwarten Sie: Die Sadabad Palastanlage befindet sich im nördlichen Stadtgebiet und erstreckt sich auf einer Grösse von 110 Hektaren. Auf der Anlage, welche den Königen als Sommerresidenz diente, finden Sie 18 Paläste. Der grösste Palast ist der weisse Palast mit 54 prunkvoll eingerichteten Räumen.

Planen Sie sich Zeit ein für das Iranische Nationalmuseum. Die reiche iranische Geschichte, welche Sie während der Reise entdeckt haben, können Sie hier nochmals Revue passieren lassen. Die Schätze reichen vom Jahr 4000 vor Christus bis in die islamische Epoche.

Das neue Wahrzeichen von Teheran ist der Borj-e Milad Fernsehturm. Mit seinen 435 m Höhe ist er der höchste Turm des Landes und der sechsthöchste Fernsehturm der Welt. Die Sicht über die Stadt ist beeindruckend. Sie können mehrere Aussichtsplattformen besuchen und sich auf 276 Metern Höhe im Restaurant verwöhnen lassen.

Sind Sie neugierig geworden? Bald berichte ich in einem Zweiten Teil des Blogs, wann der ideale Reisezeitpunkt ist, was der Iran kulinarisch zu bieten hat und welche Regeln als Tourist zu beachten sind.

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